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Werden Photovoltaik-Module als Fassadenbaustoff verwendet, ersetzen sie Materialien wie Glas oder Stein. Bei einer Bewertung der Wirtschaftlichkeit von PV-Fassaden müssen folglich die ersetzten Materialien miteinberechnet werden, um die Kostensynergien korrekt zu berücksichtigen.
Die Mehrkosten einer fassadenintegrierten PV-Anlage ergeben sich aus den Differenzkosten zwischen den PV-Modulen und dem eingesparten Fassadenmaterial. Die dargestellten Richtwerte für unterschiedliche Fassadenmaterialien (inklusive Montage) gehen von 750€/m² für eine PV-Fassade in Österreich aus. Die Investitionskosten einer PV-Fassade sind rund 7% höher als die einer Steinfassade und rund 20% höher als die einer Glas- oder Keramikfassade. Im Vergleich zu einer Fassade aus poliertem Stein sind die Investitionskosten einer PV-Fassade ca. 60% niedriger. Zusätzlich liefert eine PV-Fassade im Gegensatz zur Stein- oder Glasfassade über Jahre umweltfreundlichen Strom.
Quelle: ATB Becker, Bendel
Je mehr sich PV-Module zu standardisierten „normalen“ Baustoffen entwickeln, desto kleiner werden die Kostenunterschiede zu herkömmlichen Fassaden- und Gebäudekomponenten.
Nach bisheriger Erfahrung ist grundsätzlich mit einer ca. 20%igen Preisreduktion des PV-Standardsystempreises bei Verdoppelung der kumulierten installierten Leistung zu rechnen (PSE GmbH). Der Baupreisindex zeigt die Entwicklung der von den Bauherren gezahlten Baupreise. Ein Vergleich der Entwicklung des PV-Systempreises mit dem Baupreisindex zeigt, dass ab etwa 2012 gebäudeintegrierte Photovoltaik günstiger als herkömmliche hochwertige Fassadenmaterialien wie Keramik oder Stein sein wird (Quelle: Maurus, sunways AG).
Quelle: Maurus, sunways AG
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 26.05.2009