Photovoltaik ermöglicht die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie. Die Umwandlung erfolgt ohne Emissionen und Stoffströme innerhalb der Solarzelle. Der Wirkungsgrad von Solarzellen wird in Prozent angegeben. Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis von erzeugter elektrischer Energie zu eingestrahlter Lichtmenge.
Nach ihrem Ausgangsmaterial werden Solarzellen unterschieden in kristalline Solarzellen und Dünnschichtzellen. Kristalline Zellen bestehen (derzeit) aus Silizium in monokristalliner (mc-Si) oder polykristalliner (pc-Si) Form und weisen die höchsten Wirkungsgrade auf. Die Zellen können vorder- oder rückseitig kontaktiert werden. Bei einer rückseitigen Kontaktierung kommt es durch eine Verringerung oder vollständigen Vermeidung des Kontaktgitters auf der Vorderseite zu einer verminderten Abschattung und damit zu einer Wirkungsgradsteigerung (idw-online 2009).
Im Bereich der Dünnschichtzellen gibt es zurzeit drei verschiedene Technologien, die bereits am Markt erhältlich sind: Silizium-basierend (amorphes Silizium: a-Si; eine Kombination aus a-Si und mikrokristallinem Silizium a-Si/µc-Si), Cadmium-Tellurid (CdTe) und Kupfer-Indium-Diselenid (CIS, CIGS). Darüber hinaus wird an einer Vielzahl anderer Dünnschichtzellen und organischer oder Farbstoffzellen geforscht, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen werden und hohe Kostenreduktionen von PV-Anlagen versprechen.
Beide Varianten – kristalline Zellen und Dünnschichtzellen – haben ihre Vorzüge:
| Zellentyp | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Kristallin | Hohe und stabile Zellwirkungsgrade
Ausgereifte Zelltechnologie (langjährige Erfahrung)
Farb- und Formenvielfalt |
Eingeschränkte Flexibilität (Zellraster)
Inhomogene Optik Keine homogene Transparenz Aufwändige und kostenintensive Zell- und Modulproduktion |
| Dünnschicht | Geringere Anlagenkosten
Homogene Erscheinung
Farb- und Formenvielfalt Semitransparenz |
(Noch) geringere Wirkungsgrade
Geringere Erfahrung bezüglich Langzeitstabilität |
Der tabellarische Überblick zeigt die wichtigsten Eckdaten typischer Solarzellen:
| Zelle | monokristallin | polykristallin | Dünnschicht |
|---|---|---|---|
| Größe | häufig: 125 x 125 mm, 156 x 156 mm |
häufig: 125 x 125 mm, 156 x 156 mm |
nahezu beliebiger Zuschnitt des Trägermaterials |
| Form | rechteckig, quadratisch, pseudoquadratisch (mit abgerundeten Ecken) | rechteckig, quadratisch | beliebiger Zuschnitt des Trägermaterials |
| Farbe | meist schwarz | meist kristallblau | schwarz, rötlich-braun oder dunkelgrün |
| Wirkungsgrad | derzeit bis ca. 21% | derzeit bis ca. 16% | derzeit bis ca. 13% |
Quelle: solar-designs 2009, ecn.nl 2009
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 06.07.2009