In der Handhabung unterscheidet sich ein Photovoltaik-Modul für die Gebäudeintegration nicht von architektonischen Gläsern, mit Ausnahme der zusätzlichen Verkabelung. Der elektrische Anschluss der PV-Module kann über eine rückseitig oder seitlich angebrachte Anschlussdose erfolgen.
Quelle: WM Baden-Württemberg
Die in die Anschlussdose integrierten Bypassdioden überbrücken bei Verschattung einzelner Solarzellen den jeweiligen String (Solarzellenreihe), um einerseits die verschatteten Zellen vor einer irreversiblen Schädigung durch die erzeugte Spannung der Nachbarzellen zu schützen und andererseits die Verluste des betroffenen Moduls gering zu halten. Verschattete Zellen würden ansonsten zum Stromverbraucher und könnten durch übermäßige Erwärmung zerstört werden (Hot Spot-Effekt). Auch im Schadensfall einer Solarzelle wird der betreffende String durch die Bypassdiode überbrückt, um einer Schädigung des Einbettungsmaterials vorzubeugen.
Quelle: Solarpraxis 2009
Alle Module, die jeweils mit dem Plus- auf den Minusanschluss des nächsten Moduls in Reihe zusammengeschaltet werden, bilden einen Strang. Die Summe aller Module wird als Solar- oder PV-Generator bezeichnet.
Die Verkabelung der Module untereinander kann vertikal oder horizontal in der Unterkonstruktion untergebracht werden. Die gebündelten Kabel werden an einer Stelle in das Gebäudeinnere geführt. Dort wandelt der mit dem Stromnetz verbundene Wechselrichter den erzeugten Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom um.
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 18.05.2009