Unter Photovoltaik wird die direkte Umwandlung von Solarstrahlung in elektrische Energie verstanden. Die gebäudeintegrierte Photovoltaik (GIPV) verbindet diese Form der umweltfreundlichen Energieerzeugung mit der modernen Architektur.
Zusätzlich zur Energiegewinnung kann das „Multitalent“ GIPV noch eine Vielzahl weiterer Funktionen erfüllen:
Mithilfe semitransparenter PV-Module kann der Anteil des einfallenden Tageslichtes und damit auch jener der Wärmestrahlung gesteuert werden. Neben den Lichtverhältnissen wird so auch das Gebäudeklima positiv beeinflusst. Dies kann zu einer Senkung des Kühlenergiebedarfs führen.
Quelle: HEI Consulting GmbH
Mehrschichtige PV-Module können in Fassaden zur Erreichung höherer Schalldämmwerte eingesetzt werden (das Dämmmaß eines durchschnittlichen Doppelglasmoduls liegt bei 25 Dezibel). Ebenso können PV-Module als multifunktionale Elemente (Beschattung, Energieerzeugung) integrierter Bestandteil einer Schallschutzwand sein.
Quelle: Stadt Wien 2009
Solarzellen können in Verbundsicherheitsgläser (VSG) eingebettet werden. Verbundsicherheitsgläser bieten erhöhten Schutz vor Einbruch oder Vandalismus und können zusätzlich die Funktion eines Alarmsystems übernehmen (bei Einbruch werden die elektrischen Kontakte des Moduls aufgetrennt).
PV-Module dämpfen elektromagnetische Wellen. So können PV-Module dazu beitragen, elektromagnetisch besonders sensible Bereiche, wie z.B. in Krankenhäusern, vor Störstahlung abzuschirmen.
Die Gebäudehülle schützt vor unterschiedlichen Witterungseinflüssen wie Feuchtigkeit, Regen, Schnee und Wind. Praxiserfahrungen zeigen, dass gebäudeintegrierte PV-Module diesen Belastungen ohne Einbuße ihrer elektrischen Leistungsfähigkeit dauerhaft standhalten.
Die breite Palette an Farben, Formen, Größen, Transparenz und Einsatzmöglichkeiten erlaubt eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten mit PV-Modulen. Innovative Architektur verbindet sich mit nachhaltiger Energiegewinnung. Gebäude mit integrierter Photovoltaik kommunizieren die architektonische und ökologische Zukunftsorientiertheit ihrer Planer, Errichter und Bewohner.
Quelle: Herr Peter Ferstl, Stadt Regensburg
Quelle: energiebericht 2007
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 16.12.2010