Jeder Teil der Gebäudehülle mit direkter Sonneneinstrahlung eignet sich für die Integration einer Photovoltaik-Anlage. Infos betreffend Ausrichtung finden Sie im Kapitel Ausrichtung.
Ein großes Potential an geeigneten Flächen stellen die Gebäudefassaden dar. Solartechnik kann bei allen Fassadenarten (Kalt-, Warm-, Doppelfassaden) eingesetzt werden. Fassaden sind bezogen auf den Sonneneinstrahlungswinkel nicht ideal ausgerichtet, was mit geringeren Stromerträgen verbunden ist. Doch selbst bei vertikalem Einbau hat man bei südlicher Orientierung noch fast ¾ der Einstrahlung gegenüber der optimalen Ausrichtung (südorientierte Neigung von ca. 35°).
Quelle: IEA PVPS
Besonders geeignet für die Integration von PV-Modulen ist das Schrägdach, welches idealerweise als südorientiertes Pultdach (Dach mit nur einer geneigten Dachfläche) ausgebildet sein sollte. Zu beachten ist, dass Dachaufbauten oder Installationen, die die Dachhaut durchdringen, ertragsmindernde Verschattungen hervorrufen können. In diesem Fall muss besonderes Augenmerk auf eine korrekte Verschaltung mit den Wechselrichtern gelegt werden. Bei geringerer Dachneigung sind auch Südost oder Südwest orientierte Dachflächen geeignet.
Bei Sheddächern lässt sich mit semitransparenten Modulen ein Sonnenschutz realisieren und gleichzeitig ausreichend Licht in das Gebäude bringen (Quelle: WM Baden-Württemberg).
Quelle: IEA PVPS
Außen liegende Verschattungselemente bieten sehr gute Voraussetzungen für eine Bestückung mit PV-Modulen. Mit diesen meist ideal ausgerichteten und gut hinterlüfteten Konstruktionen lassen sich maximale solare Erträge erzielen.
Quelle: IEA PVPS
Bei Photovoltaik-Modulen in Überdachungen sind die Module von innen sichtbar und prägen über den Schattenwurf die Atmosphäre des Innenraums.
Quelle: IEA PVPS
Quelle: bear 2009
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 29.05.2009